D2 verteilt zu viele Gastgeschenke

Bei dem ersten Heimspiel hatten die Frauen der SG Weiterstadt 2 den TSV Auerbach und die VSG Breuberg zu Gast. Nach dem guten ersten Spiel gegen die DSW hatte man sich viel vorgenommen, aber man konnte an diese Leistung leider nicht anknüpfen.

Gegen den TSV Auerbach begann die SGW sehr motiviert, oft aber auch übermotiviert und konnte keine Ruhe ins Spiel bekommen. Und schon beim Stand von 3:9 verletzte sich Mannschaftsführerin Christina Seemann schwer und konnte nicht mehr weiterspielen. Dieser Ausfall sorgte für weitere Unruhe, so dass die Mannschaft nicht zu ihrer Leistung fand. Viele Angaben wurden verschlagen und die Annahme war zu ungenau, so dass die Spielmacher Schwierigkeiten hatten, den Ball zum Angreifer zu bringen. So ging dieser Satz sehr schnell an den TSV mit 13:25.

Auch der 2.Satz verlief ähnlich. Die Weiterstädter Mädchen versuchten alles, aber sie schafften es nicht, die junge Mannschaft aus Auerbach unter Druck zu setzen. Viele Annahmen gingen direkt zum Gegner, der seine körperliche Überlegenheit mit guten Blocks nutzte. Auch dieser Satz ging mit 16:25 an den Gast.

Der dritte Satz zeigte Höhen und Tiefen. Das Spiel wurde von den Weiterstädterinnen besser und man konnte spielerisch mithalten. Es gelangen auch gute Angriffe und Abwehrleistungen. Aber die Nervosität nahm zu und die Konzentriertheit ab. So wurden 5 Angaben nacheinander verschlagen, im ganzen Satz sogar 8. So verschenkte man auch diesen Satz mit 18:25.

Die klare 0:3-Niederlage war verdient, aber auch unnötig. Mit mehr Ruhe und Konzentration wäre ein viel besseres Ergebnis möglich gewesen.

Beim 2.Spiel gegen die VSG Breuberg hatte Trainer Peter Schlabitz nur noch 6 Spielerinnen zur Verfügung, so dass die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis jetzt doch gering war.

Aber die Mannschaft versuchte alles. Gute Angaben von Kim Grigat ließen die Mannschaft in Führung gehen. In dieser Phase gefiel ganz besonders die erst 14jährige Nilu Seddighi, die starke Angriffe und Angaben zeigte. Besonders hervorzuheben ist, dass sie Verantwortung übernahm und die Mannschaft mitriss. Jetzt lief das Spiel. Alle Spielerinnen gingen erfolgreich und konzentriert zu Werk. Angaben wurden nicht verschlagen, so dass der Vorsprung wuchs und man mit 23:16 in Führung ging und knapp vor dem ersten Satzerfolg stand. Dann riss der Faden aber komplett. Die Annahme gelang nicht mehr und man verlor gänzlich den Mut. Da die Auszeiten schon verbraucht waren, wären taktische Spielerwechsel zu diesem Zeitpunkt sicher erfolgreich gewesen. Aber da keine Auswechselspielerinnen vorhanden waren, musste man mit ansehen, wie der Vorsprung Punkt um Punkt schmolz und die VSG noch zu einem äußerst glücklichen 25:23 kam.

Dieser Satzverlust ging nicht mehr aus den Köpfen der SGW-Mädels. Man versuchte zwar noch den Gegner zu attackieren. Aber eigentlich wurde das Spiel schon aufgegeben. So gelang nicht mehr viel und die VSG kam in den folgenden Sätzen zu weiteren ungefährdeten 25:16 und 25:9 Satzerfolgen.

In der Mannschaft steckt viel mehr Potential, als sie an diesem Spieltag gezeigt hat. Die Spielerinnen müssen aber ihre Nervosität ablegen und mehr Ruhe ins Spiel bringen. Dann werden sich auch Erfolge einstellen.

Für die D2 spielten: Katharina Bub, Kim Grigat, Nicole Jungbauer, Lilly Kho, Sophia Kho, Tamara Rothermel, Sandra Sassmannshausen, Nilufar Seddighi, Christina Seemann, Natasa Zujovic